Therapeutischer Wegweiser - Anke Meissner

Anke Meissner - Familientherapie, Paartherapie, Psychotherapie in Düsseldorf

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Das kann ich niemals schaffen...

Anke Meissner
Herausgegeben von in Lebensfragen ·
Tags: Problemebewältigen


So oft stehen wir vor einem solch großen Berg an Dingen, die noch erledigt werden müssen, die wir endlich angehen müssen, die belastend vor uns liegen. Wir verspüren den Auftrag, dass wir uns diesen Dingen stellen müssen, und haben auch gleichzeitig das Gefühl "Das kann ich doch niemals schaffen...".
Manchmal verlässt uns schon vorher der Mut, bevor wir überhaupt starten. Das lässt uns zögern, verzagen und ängstlich den riesigen Berg vor uns betrachten. Und je mehr wir diesen Berg anschauen, umso unbezwingbarer erscheint er uns...

Vor ein paar Tagen ist mir hierzu im Gespräch mit einer Klientin folgende wunderbare Geschichte aus "Momo" von Michael Ende in den Sinn gekommen, in der Beppo Straßenkehrer seiner Freundin Momo erklärt, was wichtig ist.

Nach der Arbeit, wenn er bei Momo saß, erklärte er ihr seine großen Gedanken.
Und da sie auf ihre besondere Art zuhörte,
löste sich seine Zunge und er fand die richtigen Worte.

»Siehst du, Momo«, sagte er dann zum Beispiel, »es ist so:
Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man. «

Er blickte eine Weile schweigend vor sich hin, dann fuhr er fort:
»Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr.
Jedesmal, wenn man aufblickt, sieht man,
dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt.
Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst,
und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr.
Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.«

Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter:
»Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du?
Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug,
an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.«

Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte:
»Dann macht es Freude;
das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut.
Und so soll es sein.«

Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort:
»Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat.
Man hat es gar nicht gemerkt wie und man ist nicht außer Puste.«

Er nickte vor sich hin und sagte abschließend:
»Das ist wichtig.«

Was könnte nun also mein nächster Schritt sein? Es muss ja noch nicht einmal so ein großer Schritt sein, als hätte ich "Siebenmeilenstiefel" an. Manchmal darf es vielleicht auch ein winzig kleiner Schritt sein...

Wie kann ich also diesen nächsten kleinen Schritt gehen?  Was benötige ich noch dafür? Was kann ich dafür tun? Wie sieht mein "Besenstrich" aus?

Ach ja, und das Atmen dabei nicht vergessen...

Herzlichst, Deine Anke Meissner



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